Ängste überwinden mit dem Comfort Zone Crusher Online Kurs – eine Fallstudie

Vorhang auf für eine neue Beitragsreihe. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich Bücher, Onlinekurse und andere Dinge rezensieren, die entweder Persönlichkeitsentwicklung oder Kommunikation zum Thema haben.

Im Juni machte ich den Comfort Zone Crusher Online Kurs. Ein Online Kurs, um durch Komfortzonen-Herausforderungen( dh. sich bewusst in unbequeme soziale Situationen zu begeben) Ängste zu überwinden und Selbstvertrauen zu entwickeln.

In diesem Artikel findest du

  • die Kernbotschaft des Kurses,
  • wie du deine Ängste überwinden lernst,
  • die Effekte des Kurses auf mich
  • und eine Empfehlung. 😉

Zunächst der Comfort Zone Crusher Online Kurs in Zahlen:

23 Komfortzonen Herausforderungen
10 Techniken
44 Videos, die neben den Techniken und Herausforderungen auch hilfreiche Sichtweisen und Mindsets vermitteln
in 30 Tagen

In diesen 30 Tagen bin ich für 5 Minuten auf dem Gehweg gelegen. Ich heulte wie ein Wolf in einer U-Bahn Station. Ich hüpfte, die Arme nach oben gestreckt und wie ein Vogel singend, durch die Straße und machte andere unbequeme soziale Herausforderungen.

Ich am Boden.

Ich am Boden.

Warum würde ich so etwas machen?

Um zu lernen, mit sozialer Ablehnung umzugehen.

Um zu lernen, dass wovor wir Angst haben, oft gar nicht so schlimm ist.

Und für diese Fallstudie. Ich wollte wissen, welche Auswirkungen der Kurs auf mich hat. Ich bewertete meine Nervosität und Selbstvertrauen in verschiedenen Lebensbereichen vor dem Kurs und nach dem Kurs.

Was ist die wichtigste Botschaft des Kurses?

Angst ist weder gut noch schlecht. Angst ist „Energie“ bzw. Erregung. Wie wir mit dieser Erregung in Beziehung treten, bestimmt, ob wir die Angst als negativ oder vielleicht sogar nützlich erleben. In schwierigen Situationen brauchen wir Erregung, um konzentriert und reaktionsstark zu sein.

Mehr als Entspannung brauchen wir in herausfordernden Situationen eine optimale Balance/ ein optimales Management dieser Erregung.

Wie treten wir mit Angst in Beziehung, wenn uns diese lähmt?

Wir kämpfen dagegen an und versuchen, Angst zu kontrollieren. Bildlich gesprochen stemmen wir uns gegen eine Welle, die uns einfach überrollt. Denn Angst ist evolutionär älter und stärker als unser Wille. Wir können sie mit unserem Willen nicht direkt kontrollieren.

Damit Angst den lähmenden Charakter verliert, müssen wir mit ihr gehen. Sie nicht bekämpfen, sondern sie ganz annehmen.

Bildlich gesprochen ist es unsere Aufgabe, die Angst wie eine Welle zu surfen.

ängste überwinden

Nimm Ängste (Gefühle) wie Wellen.

Kannst du das an einem Beispiel veranschaulichen?

Nehmen wir an, ich habe einen Auftritt. Mein Herz beginnt zu klopfen und ich merke, dass ich nervös werde/bin. Das löst erste Gedanken in mir aus: “Oje ich bin ängstlich. Dabei sollte ich gar nicht ängstlich sein. Ich habe doch schon so oft vor einem Publikum gesprochen. Warum bin ich immer noch ängstlich. Die Angst hindert mich…”

Wenn du Angst, weg machen willst, wirst du scheitern, weil Gefühle stärker sind als rationale Wünsche.

Wie könnte das Beispiel noch verlaufen?

Du hast den Auftritt. Dein Herz beginnt zu klopfen. Du merkst wie du nervös wirst. Du sagst dir selbst: “Ich spüre wie mein Herz klopft. Mein Körper fährt Energie hoch, um eine optimale Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden. Mein Körper bereitet mich vor, die Herausforderungen zu meistern…”

In diesem Beispiel surfst du die Welle.

Du merkst schon: Diese Erkenntnis ist sehr nützlich, aber sie hilft dir nicht über Nacht, deinen Umgang mit Angst zu transformieren. Um deine Beziehung zur Angst nachhaltig über mehrere Bereiche zu verändern, braucht es Übung und Training. Hier setzt der Kurs an:

In dem man die eigene Komfortzone verlässt und sich seinen Ängsten aussetzt, lernt man mit diesen Ängsten umzugehen – sie anzunehmen und baut diese über die Zeit ab. Außerdem vermitteln dir die Inhalte konkrete Strategien und Mindsets, die dir helfen, „die Angst-Welle“ zu surfen.

Mr. Ramesh über Angst 😉

Die Fallstudie: Struktur und Effekte

Ich habe mein Selbstvertrauen (Vertrauen, Herausforderungen zu meistern) und meinen Mut (Fähigkeit etwas trotz Angst zu machen) in verschiedenen Kontexten bewertet (Workshops halten, mit Personen sprechen, die ich für ihre Fähigkeiten respektiere und bewundere etc.) und dann einen Mittelwert ermittelt (durchschnittliches Selbstvertrauen).

Das durchschnittliche Selbstvertrauen und der durchschnittliche Mut ist um ca. 1.5 Punkte gestiegen (von 10 Punkten).

Mein Selbstvertrauen in den ausgewählten Kontexten veränderte sich wenig. Den größten Effekt nahm ich subjektiv bei meinem allgemeinen Selbstvertrauen wahr. Es fiel mir nach dem Kurs zum Beispiel leichter, schwierige Entscheidungen zu treffen und zu erledigen – ohne sie aufzuschieben.

Schwächen des Fallstudiendesigns:

  • Ich habe mich selbst bewertet und eigene Bewertungen sind oft durch verschiedene Faktoren verzerrt (Rückblick, Erinnerung, Stimmung… etc.).

Den Kurs kann ich nicht empfehlen, wenn:

  • Scham bei dir ein großes Thema ist und du denkst, du bist nicht gut genug. Scham hat eine andere Dynamik als Angst. Dieser Kurs ist für den Umgang mit Angst maßgeschneidert.
  • du glaubst, du musst nur ein paar Texte lesen und dein Selbstvertrauen steigt. Damit du Ergebnisse erzielst, wirst du aus deiner Komfortzone gehen müssen (Till hilft dir, den Arsch hochzukriegen.)

Dieser Kurs ist für dich:

  • Wenn du dich mit Angst versöhnen willst.
  • Üben willst, mit Angst förderlich umzugehen.
  • Experte werden willst, wie Angst, Mut, Selbstvertrauen definiert werden und was das für den Alltag bedeutet.
  • Du konkrete Techniken kennen lernen willst, „die Angst-Welle zu surfen“.
  • Wenn du den Eindruck hast, dass dich Angst hindert, wichtige Entscheidungen zu treffen.

Fazit

Die Komfortzonen-Herausforderungen zu machen, kostete mir jeden Tag etwas Überwindung. Im Rückblick haben einige Challenges sogar richtig Spaß gemacht, andere waren richtig ungemütlich. In sozialen Situationen war ich nach dem Kurs entspannter und ruhiger. Die nächsten Monate werde ich mein Selbstvertrauen weiter bewerten, um zu sehen, wie lange die neu gewonnene Sicherheit in ungemütlichen/unbequemen Situationen anhält.

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Alles Liebe,
Raphael

Links:
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