Was ist Achtsamkeit? 6 Menschen berichten über ihre Erfahrung mit Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Leben - eine Fähigkeit zu der es viele verschiedene Herangehensweisen gibt. Das wurde mir bewusst, als ich vor zwei Wochen für meinen ersten Artikel über Achtsamkeit recherchierte. 

Welche Wirkung von Achtsamkeit beobachten unterschiedliche Menschen auf ihr Leben? Wie definieren sie für sich persönlich Achtsamkeit? Und wie kultivieren sie Achtsamkeit?

Für mich ist Achtsamkeit besonders in einer hektischen Zeit ein Anker, der dafür sorgt, dass ich entspannt bleibe. So kann ich die "Einladungen" mich zu stressen, freundlich ablehnen. Es hilft mir die Wogen auf der Oberfläche meines inneren Ozeans zu glätten, damit ich die Spiegelungen besser sehen kann.

Wenn ich im Alltag achtsam bin, konzentriere ich mich in der Regel auf den Atem während ich etwas tue oder sage. So bekomme ich ein größeres Bewusstsein nicht nur über meinem Atem, sondern auch über meinen körperlichen Zustand, meine Gefühlslage oder was ich gerade tue oder sage.

Mein Lieblingsweg für mehr Achtsamkeit im Alltag ist die tägliche Meditationspraxis. Ich merke, dass es mir einfach leichter fällt im Alltag achtsam zu sein, wenn ich jeden Tag "sitze".

Eine für mich spannende Beobachtung: Wenn ich sehr wenig schlafe (z.B. auf Kongressen), fällt es mir auch leichter achtsam zu sein und gleichzeitig hilft mir Achtsamkeit wach zu bleiben, wenn ich müde bin. Ich schlafe gerne (und lang) - spannend finde ich die Beobachtung deswegen, weil Achtsamkeit bei mir dazu beiträgt, in körperlich extremen Situationen eine Balance zwischen Spannung und Entspannung zu bewahren.

Der Artikel ist mit 2400 Wörter etwas lang (ca. 12 Minuten Lesezeit), doch die zwölf Minuten sind gut investiert: Ich habe sechs Menschen gefragt, was für sie persönlich Achtsamkeit ist, welche Wirkungen sie beobachten und wie sie Achtsamkeit kultivieren. Die Antworten sind unterschiedlich, drehen sich aber um den selben Kern. Was sich ergibt, ist ein Panoramabild der Achtsamkeit.

was ist achtsamkeit

Lass dich inspirieren von verschiedenen Sichtweisen auf Achtsamkeit. Genieße den Panoramablick

  Dr. med. Lutz WeselLutz Wesel ist Arzt, Psychotherapeut und Autor des Buches Wie sag ich's meinem Doc. Seit 2005 beschäftigt er sich intensiv mit Zen und Spiritualität. Vor kurzem hat er ein Achtsamkeitsseminar für Krebspatienten entwickelt.

Achtsamkeit für ihn persönlich ist:

Ein Weg,
  • bewusster, durch’s leben zu gehen
  • weniger Stress und mehr Gelassenheit zu erfahren
  • besser mit mir selbst und anderen zu kommunizieren

Das erste Mal kam er mit Achtsamkeit in Kontakt...

Vor Jahrzehnten, als ich mich zum ersten Mal mit Zen beschäftigt habe. Seither beinahe täglich. Besonders witzig in diesem Zusammenhang fand ich das Buch  “Wie Sie Ihre Hirnwichserei abstellen und stattdessen das Leben geniessen“ von Giulio Cesare Giacobbe

Welche Effekte von Achtsamkeit beobachtet er auf sein Leben?

(Siehe die erste Frage)
  • Mehr Gelassenheit
  • Weniger im Auto-Pilot- Modus
  • Bessere Beziehungen
  • Weniger Stress
  • Mehr Gesundheit auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene. (Ich habe 2005 anlässlich einer schweren Erkrankung begonnen, zu meditieren und im Alltag Achtsamkeit zu praktizieren.)

Achtsamkeit kultiviert er...

  • Durch tägliche Meditationen (Zen & MBSR)
  • Ich gebe selbst Achtsamkeitskurse in unserer Arztpraxis.

Roland Kopp-WichmannRoland Kopp-Wichmann ist Trainer, Autor, Psychologe und Betreiber des Blogs persönlichkeits-blog.de. Er hat auf seinem Blog zwei E-Mail Kurse Achtsamkeit gewidmet: Achtsamkeit im Alltag Achtsamkeit im Beruf Einer meiner Lieblingsartikel seines Blogs zum Thema Achtsamkeit: Achtsamkeit - das beste Mittel gegen Ihren Alltagsstress

Achtsamkeit für ihn ist:

Achtsam sein ist für mich vor allem eine Möglichkeit, im Alltag den inneren Autopiloten abzustellen. Also nachzuschauen, was gerade los ist. Welche Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen gerade so da sind und wie die mit dem, was ich heute erlebt habe, zusammenhängen.

Das erste Mal kam er mit Achtsamkeit in Kontakt...

Das ist lange her und war 1980 auf einem Workshop mit Ron Kurtz, dem Begründer der HAKOMI-Methode. Er führte „mindfulness“ ein und sagte, dass man mit Klienten vor allem in diesem Zustand arbeiten müsse, weil man im Alltagsbewusstsein nicht jene wesentlichen Informationen bekäme, auf die es ankommt, wenn man etwas ändern wolle. Er zitierte auch Moshe Feldenkrais, der  sagte:
„Wenn du etwas ändern willst, musst du erst mal verstehen, wie du den Zustand herstellst.“
Moshe Feldenkrais
Beides leuchtete mir sehr ein und nach diesen beiden Prinzipien arbeite ich heute.

Welche Effekte von Achtsamkeit beobachtet er auf sein Leben?

Ich bin toleranter geworden, weil man durch Achtsamkeit entdeckt, dass alle Menschen in Mustern von Denken, Fühlen und Verhalten leben, dies aber nicht wissen. Wir reagieren nicht objektiv oder rational auf Ereignisse, sondern interpretieren sie automatisch je nach unseren Mustern.
„Die Landkarte ist aber nicht die Landschaft“
Das heißt, was wir interpretieren, ist nicht das Objektive, aber das können wir auch niemals erfassen. Diese eigenen Interpretationsmuster kann man durch Achtsamkeit bei sich besser kennenlernen.

Wie kultiviert Roland Kopp-Wichmann Achtsamkeit?

Früher habe ich jahrelange meditiert, zwanzig Minuten, zweimal am Tag. Heute nutze ich Achtsamkeit im Alltag, meistens nur kurz ein paar Minuten, da wo ich gerade bin. Bei der Arbeit, im Bus, beim Warten an der Supermarktkasse, vor dem PC. Das ist praktikabler und hilft mir auch mehr, immer wieder zu entspannen und den Geist zu klären.
Moritz BauerMoritz Bauer ist Unternehmer und Betreiber der größten deutschen Webseite zum Thema Selbstbewusstsein stärken. Ein Weg, Selbstbewusstsein zu stärken, ist für ihn Meditation. Empfehlen kann ich seinen Artikel: "Meditation eine kleine Anleitung" 

Was bedeutet Achtsamkeit für ihn persönlich?

Achtsamkeit bedeutet für mich, achtsam zu sein, in jedem Moment. Achtsam gegenüber meinen Gedanken, dem was ich fühle und wie es mir innerlich geht.

Das erste Mal kam er mit Achtsamkeit in Kontakt...

Als ich mein erstes Buch zum Thema Persönlichkeitsentwicklung gelesen habe. "The Magic of Thinking Big" hieß das. Da ging's darum, was große Gedanken in einem so bewirken können. Da hab ich zum ersten Mal bewusst in mich hineingeschaut und geguckt, was da eigentlich so jeden Tag in mir vorging. Und ab da hat sich mein Leben grundlegend verändert... 

Welche Wirkung von Achtsamkeit beobachtet er auf sein Leben?

Ich bin ruhiger, entspannter und zufriedener als zuvor. Ich verstehe mich selber viel besser, weiß, was ich will und was mir gut tut. Außerdem habe ich dadurch gelernt, mich selber sehr schnell von unnötigem Ballast befreien zu können und schnell in einen entspannten inneren Zustand zu finden. 

Achtsamkeit kultiviert er...

1) Durch tägliche Meditation und Bewusstseinsübungen (Gehmeditation / kurz Innehalten und schauen, wie's in mir aussieht / den Moment bewusst genießen etc...) 2) Die Meditation, ganz klar. Am Ende ist meiner Meinung nach eh alles Meditation - egal welche Achtsamkeitsübung - und führt dazu, den Moment ganz intensiv wahrzunehmen und rundum "voll da zu sein, mit dem, was IST"
Conni Biesalski ist die Begründerin des Blogs Planet Backpack, Mitgründerin des Blog-Camp.de Onlinekurses und Autorin des Buchs Digital - Unabhängig - FreiSie tritt mit ihren Blogs und Online-Unternehmungen für mehr persönliche Freiheit, Leidenschaft und Achtsamkeit ein.

Achtsamkeit bedeutet für sie persönlich:

Im Jetzt sein, die Aufmerksamkeit auf den Moment gerichtet. Alles “absichtlich” mit Bewusstheit erleben und machen. Es bedeutet für mich, mir bewusst zu sein, was gerade im Innen und Außen passiert, in meinem Kopf, meinem Körper und in der direkten Welt vor meinen Augen - quasi die Beobachtung des jetzigen Moments, ohne zu urteilen oder zu werten.

Wann kam sie das erste Mal in Kontakt mit Achtsamkeit?

Sehr gute Frage. Ich denke die ersten Berührungspunkte hatte ich durch Yoga vor ein paar Jahren. So richtig bewusst mich der Achtsamkeit gewidmet habe ich mich im Sommer 2012 nach einer schmerzvollen Trennung. Ich fing an zu meditieren, Bücher über Achtsamkeit zu lesen und regelmäßig in ein Buddhistisches Zentrum in Berlin zu gehen.

Welche Effekte von Achtsamkeit beobachtet sie auf ihr Leben? 

Ich bin mehr in Kontakt mit mir selbst, meinen Gefühlen und meiner Seele - und weißt somit immer was ich brauche, was mir gut tut oder was nicht.
  • Ich bin weniger gestresst.
  • Ich kann mehr genießen statt ständig in der Zukunft oder der Vergangenheit zu sein.
  • Ich kann mit Einsamkeit besser umgehen.
  • Es ist für mich eine Form der Selbstliebe und Selbstfürsorge.
  • Es hilft mir, wenn ich nicht einschlafen kann.
  • Ich bin meinem Körper nahe, passe besser auf ihn auf und höre seine Signale besser.
  • Weniger Gedanken im Kopf. Und die, die drin sind weiß ich nun nicht mehr so ernst zu nehmen und mich mit ihnen so stark zu identifizieren. Die Erkenntnis, dass ich nicht meine Gedanken bin ist Gold wert.

Achtsamkeit kultiviert sie durch...

  • Meditation
  • Auf den Atem achten - im Alltag
  • Beim Gehen auf der Straße
  • Monotasking bei der Arbeit
  • Weniger am Smartphone hängen
  • Zeit in der Natur verbringen
  • Zeit alleine verbringen
  • Meine Gefühle fühlen und wahrnehmen
  • Gesundes Essen
  • Während ich Yoga praktiziere
  • In der Kommunikation mit anderen Menschen
  • Die Menschen, dich ich in mein Leben lasse
Wenn ich eine einzige Übung wählen müsste, dann wohl Yoga :) Es hilft mir meinen Kopf abzuschalten und mich meinem Körper näher zu kommen.
  Afschin Kamrani ist der Betreiber des Inspirationsblogs afschin.com. Wenn es um Achtsamkeit geht, kommt man an seinem Blog nicht mehr vorbei. Er liebt das einfache Leben und Minimalismus.  Sämtliche seiner Beiträge über Achtsamkeit findest du hier.

Achtsamkeit bedeutet für ihn persönlich:

Mir gefällt, wie du diese Frage formulierst: „Was bedeutet Achtsamkeit für dich persönlich?“ Das ist in der Tat eine persönliche Frage. Menschen sind bekanntlich verschieden, und so hat jeder seinen ganz persönlichen Zugang zu solchen Themen.

Achtsamkeit bedeutet für mich offen für meine Alltagserfahrungen, und in jedem Augenblick des Lebens präsent zu sein.

Das Leben ist sehr facettenreich, sie allen anzunehmen und ihnen Raum zu geben, gehört auch dazu. Achtsamkeit bietet dir die Möglichkeit, dich Schritt für Schritt mit deinem Lebensweg vertraut zu machen.

Das erste Mal kam er mit Achtsamkeit in Kontakt...

Es war 2002. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich gelebt werde, anstatt selbst zu leben. Ich war in einem Hamsterrad gefangen und hatte nicht wirklich viel Spaß am Leben. Ich war schlicht und einfach verwirrt.

Dann habe ich die berühmte Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt.

In dieser Zeit habe ich meinen Meditationslehrer und Mentor kennengelernt, der mich wieder auf den richtigen Weg lotste. Es war ein langer Prozess, bis ich den Weg zu meinem Herzen und zu meiner Gefühlswelt entdeckt habe. So habe ich die spannende Seite des Lebens entdeckt.

Welche Wirkung von Achtsamkeit beobachtet er auf sein Leben?¹

Achtsamkeit ist mittlerweile ein Grundpfeiler meines Lebens geworden. Ich bin heute ruhiger, gelassener und geduldiger.  Ich habe mehr Interesse für mich, meine Umwelt und für meine Mitmenschen. Ich jammere und beklage mich viel weniger. Ich gehe liebevoller mit mir um und mache mir keine Vorwürfe, wenn ich etwas nicht hinbekomme.

Ich gebe zu, ich schaffe es nicht immer und überall achtsam zu sein. Mir fällt jedoch leichter nach einer unachtsamen Phase, mich wieder in die Achtsamkeit zu üben und ins Hier und Jetzt zurückzukommen. Es ist wie eine tiefe Reinigung für meinen Geist und meine Seele.

Achtsamkeit kultiviert er...

1) Ich versuche Achtsamkeit in meinen Alltag zu integrieren. Denn so wird sie zu einer Gewohnheit. Es gibt bestimmte Aktivitäten, die ich einfach tue, ohne darüber nachzudenken: z.B. bewusstes Atmen, andere Menschen freundlich anlächeln, auf Kleinigkeiten achten (z.B. Blume am Wegesrand), achtsames zuhören oder zusehen und achtsam essen.

Es gibt aber auch Dinge, für die ich mir Zeit nehme: Musik hören, langer Spaziergang, wandern, meditieren, flanieren uws.


Barbara Pötter schreibt für den Online-Ratgeber zeitzuleben.de. Dort erscheinen wöchentlich Beiträge über Zufriedenheit, Glück und Lebensqualität. Barbara praktiziert Lachyoga, wandert gerne und liebt es, in fremde Länder zu reisen. Ein sehr guter Artikel über Achtsamkeit von zeitzuleben.de ist:  Achtsamkeit leben

Achtsamkeit bedeutet für sie persönlich:

Für mich persönlich gibt es zwei Arten von Achtsamkeit.  Die eine bezieht sich auf mich selbst. Ich nehme mich selbst bewusster wahr, z.B. durch bewusstes Atmen oder indem ich mich auf das konzentriere, was ich mit meinen Sinnen wahrnehme. Eine andere Achtsamkeit bedeutet für mich, meinen Fokus bewusst zu verschieben. Weg von mir selbst und hin zu etwas, das außerhalb meiner eigenen Person ist. Indem ich z.B. meine Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand lenke. Dadurch gelingt es mir, meine Gedanken zu beruhigen. Weil ich mich eben auf etwas anderes als meine Gedanken konzentriere.

Wann kam sie das erste Mal in Kontakt mit Achtsamkeit?

Wenn ich an meine ersten Achtsamkeitserfahrungen denke, sehe ich mich vor einigen Jahren in meinem Wohnzimmer. Ich schaue mir meine Orchidee an. Und ich beschreibe, was genau ich sehe. Runde Blätter mit feinen Äderchen... Ich komme mir etwas seltsam vor wie ich da sitze, die Blume anschaue und nicht bewerten darf. Wenn mich jemand sehen könnte… Aber ich mache es trotzdem. Denn ich soll ja nicht bewerten. Weder die Blume, noch mich selbst ;-) Keine leichte Übung. Aber äußerst sinnvoll zu meinem damaligen Zeitpunkt.

Ich stand damals ziemlich unter Druck und suchte Möglichkeiten, besser damit umgehen zu können. Da gab mir eine Bekannte den Tipp, eben ganz bewusst meine Aufmerksamkeit zu verschieben. Das hat mir unheimlich geholfen und ich bin sehr dankbar für diese Methode.

Denn mein damaliger Job hatte mir viel Kraft geraubt. Ich war ziemlich erschöpft und meine Gedanken kreisten immer wieder um alle möglichen Fragen und Themen und fanden keine Ruhe. Da gab mir eine Bekannte den Tipp, eben ganz bewusst meine Aufmerksamkeit zu verschieben und somit das Gedankenkarussel auszuschalten. Das hat mir unheimlich geholfen und ich bin sehr dankbar für diese Methode.

So habe ich die Achtsamkeit also schätzen gelernt. Und dadurch habe ich gleichzeitig auch gelernt, wie schön die Dinge um mich herum sein können. Weil ich einfach immer wieder und an jeglicher Stelle diese Übung gemacht habe. Aber dann eben nicht mit meiner Orchidee, sondern mit Häusergibeln, dem Wald und insbesondere mit den Wolken. Seitdem gelte ich bei vielen Freunden und meiner Familie als "Wolkenguckerin" ;-)

Welche Effekte von Achtsamkeit beobachtet sie auf ihr Leben?  

Ich kann mit meinen Gedanken selbstbestimmter umgehen, weil ich eben meinen Fokus auf etwas anderes richte. Dadurch werde ich gelassener. Und ich lerne immer wieder aufs Neue, die Schönheiten der Welt viel mehr wahrzunehmen. Das macht einfach Freude. :)

Wie kultiviert sie Achtsamkeit?

Ich kultiviere Achtsamkeit vor allen Dingen beim Spazieren gehen. Dabei nehme ich die Blätter an den Bäumen ganz genau in den Blick. Schaue mir Form und Farbe an und den Ast, an dem das Blatt hängt. Und was ich sehr häufig mache sind Atemübungen, bei denen ich mich ganz auf die Atmung konzentriere und das Ausatmen verlängere. Dadurch komme ich bei mir selbst an.

 Fazit

Zugänge zu Achtsamkeit gibt es so viele wie es Menschen gibt. Achtsamkeit scheint den meisten in diesem Beitrag zu helfen, gelassener und entspannter zu sein und außerdem bewusster zu agieren. Kultiviert wird Achtsamkeit sehr unterschiedlich. Im Artikel findet sich: spazieren gehen, im Alltag (z.B. in Warteschlangen), Yoga, tägliche Sitzmeditation und vieles mehr. Zum ersten Kontakt gab es oft kleine Anekdoten. Nicht alle, aber manche lernten Achtsamkeit in einer für sie schwierigen Zeit kennen.
Auch du hast Erfahrung mit Achtsamkeit? Packe deine Erfahrung in ein Kommentar und ergänze den Artikel durch deinen Beitrag.

Das war der Panoramablick.

Ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Zugang zu Achtsamkeit entwickeln (oder bereits feiern?) kannst.

Alles Liebe,
Raphael

¹Die Frage lautete bei Afschin noch "Welche Wirkung hat/hatte Achtsamkeit auf dein Leben?". Ich änderte die Frage für die anderen Interviewten auf "Welche Wirkungen auf dein Leben schreibst du Achtsamkeit zu?". Der Grund ist, dass die erste Frage einlädt, eine allgemein gültige Antwort zu geben, während die zweite Frage auf persönliche Erfahrungen abzielt. Und persönliche Antworten wollte ich.

Photocredits: © Depositphotos.com/.shock Unsplash

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  1. Afschin Antworten

    Hallo Raphael,

    es ist ein TOLLER Beitrag geworden, tolle Persönlichkeiten und bereichernde Aussagen zum Thema Achtsamkeit. Danke, dass ich dabei sein darf.

    Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weg, dein Blog finde ich sehr bereichernd. Bleib daran, und vor allem bleib dir Treu.

    Herzliche Grüße
    Afschin

  2. Raphael Antworten

    Hallo Afschin,

    danke für Deinen Beitrag und für dein Kommentar, es freut mich sehr das zu lesen. 🙂

    Ein großes Dankeschön für die ermutigenden Worte: Ich bleib dran und authentisch!

    Herzliche Grüße,
    Raphael

  3. Frank Antworten

    Hallo, Raphael,
    sehr schöner Artikel.
    Ich persönlich kultiviere die Achtsamkeit auch durch kurze Meditationsübungen, mal durch ein paar bewusste Atemzüge und den Blick in die Ferne, mal durch meine täglichen Übungen im QiGong und mal auf längeren Wanderungen.
    Das schöne ist doch, dass wir mit entsprechendem Bewusstsein schnell bei uns sein können und selbst im größten Alltagsstress Ruhephasen einbauen können.
    Ich werde deinen Blog sicher häufiger besuchen.
    HG
    Frank

    • Raphael Antworten

      Hallo Frank,

      vielen Dank für deinen Beitrag!

      Ja das finde ich auch. Es ist gibt selten schöneres, als während des Tages immer wieder kurz hinter die stürmenden Wellen zu sehen.
      Das freut mich sehr zu hören und bin gespannt auf deine weiteren Beiträge! 🙂

      LG,
      Raphael

  4. Yannick Antworten

    Hey Raphael,

    ich kam über deinen Guest-Post auf Anti-Uni hierher, und empfinde es als einen ziemlich coolen Zufall, dass das heute passiert – an dem Tag, an dem dein Blog ein Jahr alt wird…Herzlichen Glückwunsch dafür.

    Aber vielleicht ist das auch gar nicht so sehr Zufall, sondern aus einem Grund so. Diese Interpretation hat ziemlich viel mit Achtsamkeit zu tun. Mit der Überzeugung, dass jeder Erfahrung im Leben richtig gültig und sinnvoll ist. Klingt jetzt vielleicht völlig unspektakulär…aber das sind zwei der Einsichten, die mein Leben in den letzten Monaten völlig umgekrempelt haben…seit ich zum ersten Mal von Michael Brown gehört habe, und dann seinen Buch „The Presence Process“ gelesen / absolviert habe. Falls du’s noch nicht kennst, kann ich mir gut vorstellen, dass es dir gefällt. Hier bekommst du einen guten ersten Eindruck von Michael: https://www.youtube.com/watch?v=Kg7IlFDdDYA&list=WL

    Danke für dein Engagement hier auf No-Right-No-Wrong!

    Viele Grüße,
    Yannick (wenn du magst, besuch mich auch mal auf http://masterdeinstudium.org)

    • Raphael Antworten

      Hey Yannick,

      danke für deinen Kommentar und Glückwunsch! Ja No Right No Wrong ist ein Jahr alt und ich habe es noch gar nicht gefeiert – das kommt aber noch. 🙂

      Ja, das ist eine schöne Einsicht. Wenn ich sie mir so vorsage, reagiert mein Organismus positiv und vertrauend. Danke für die Buchempfehlung – die zweite heute schon. 😉 Ich habe mir beide Bücher notiert und auf meine Wishlist gegeben. Bin schon gespannt!

      Ich schau gerne mal bei dir vorbei! 😉
      Bis bald mal.

      Viele Grüße,
      Raphael

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